Caroline Harth beim Digitalcamp der ARD: Die Zukunft der Arbeit

Das Digitalcamp der ARD  und die anschliessende Themenwoche ist ein Wake Up Call.  512Denn wir befinden uns mitten in einer Revolution. Es ist bekannt, dass Deutschland die digitale Revolution leider verschlafen hat. Das macht sich in vielen gesellschaftlichen Bereichen bemerkbar. Bei der digitalen Bildung und eben auch in der Arbeitswelt. Was die ARD aber nicht verschlafen hat: Bei der Zukunft der Arbeit nicht nur die offenkundigen Tech-Themen zur Diskussion zu stellen: Virtual Reality, Smart Homes, Internet of Things. Sondern auch gerade jene Themen, die früher gern als „nice to have“ in ihrer Wichtigkeit für die Personalstrategie eines Unternehmensvon den meisten Unternehmen verkannt wurde.

Die Teilnehmer waren Millenials zwischen 18 und 30 Jahren, die die jungen Wellen der ARD aus ganz Deutschland nach Berlin eingeladen hatten: Arbeitnehmer, Studierende und Auszubildende aus dem gesamten Bundesgebiet, die sich zuvor um die Teilnahme beworben hatten. Ganz im Sinne der „Arbeit 4.0“ haben sie Hand in Hand mit vernetzten Laptops in offener Camp-Atmosphäre Konzepte für künftige Arbeitswelten erarbeitet und diese vorgestellt.

 

Ich habe die Themeninsel DIVERSITY moderiert und hatte die Gelegenheit, im 12 Minuten- Takt insgesamt 6 mal denselben Vortrag über Vielfalt am Arbeitsplatz zu halten und auf diese Weise mit ca. 50 Millenials zu sprechen. Das war eine Herausforderung für meine Stimmbänder und gleichzeitig eine sehr bewegende Erfahrung.  Seit nunmehr 5 Jahren gibt es heisse Debatten darüber, was die Generation Y,  angeblich will oder nicht will, wie sie ist oder angeblich nicht ist. Man könnten denken, mittlerweile sei das geklärt, aber das ist es nicht. Das Format der ARD ist eine Chance, dass Offensichtliche noch einmal neu zu formulieren.

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Für die Arbeitswelt bedeutet Diversity, dass ein Unternehmen die Vielfalt seiner Arbeitnehmer anerkennt, und idealerweise so nutzt, dass sie zum wirtschaftlichen Erfolg beiträgt. Forever Clean gilt zu Recht als ein Diversity- Vorzeigebetrieb. Die Mitarbeiterstruktur spiegelt unsere Gesellschaft wider. Forever Clean wurde als Integrationsservice für Frauen gegründet. Das bedeutet, dass Frauen mit Migrationshintergund hier besondere Unterstützung bekommen haben. Dieser Diversity- Ansatz wurde auch auf schwerbehinderte Menschen übertragen und mittlerweile arbeiten hier fast 40% schwerbehinderte Mitarbeiter. Wie wird diese Vielfalt täglich gemanagt? Ganz wichtig ist, dass bei FC die Vielfalt in der Belegschaft durch eine nachhaltige Diversity Strategie aktiv gesteuert wird. Schon im Bewerbungsgespräch wird klar gemacht, welche Unternehmensphilosophie hinter dem Slogan „Erfolgreich anders“ steht. Wie wird dieser Personalstamm gemanagt?

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Bei Forever Clean bekommt jeder Mitarbeiter einen unbefristeten Vertrag und damit einen großen Vertrauensvorschuss, der wichtig für die Motivation ist. Hier wird von Anfang an bei der Einstellung eines schwerbehinderten Mitarbeiters kalkuliert, dass die Einarbeitungszeit manchmal bis zu einem Jahr dauern kann. Hier wird kalkuliert, dass es bei behinderten Menschen auch im Einzelfall  zu krankheitsbedingten Fehlzeiten kommen kann.

Es wird so lange nach der richtigen Stelle gesucht, bis die richtige Stelle für den passenden Mitarbeiter gefunden wird.  Sprachschwierigkeiten unter den Mitarbeitern aus 10 verschiedenen Nationen müssen täglich gemanagt werden.

Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig Diversität den Arbeitnehmern von heute jetzt schon ist und in Zukunft für die Arbeitswelt sein wird.

 

 

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