Wie Vielfalt in der Belegschaft Arbeitgeber attraktiv macht

Berliner Morgenpost / Beilage Karriere

DIVERSITY MANAGEMENT

Wie Vielfalt in der Belegschaft Arbeitgeber attraktiv macht

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Teksin Kaya, Servicemanagerin beim Reinigungsunternehmen „Forever Clean“, bespricht mit ihrem Kollegen Andreas Holbach einen Einsatz. Foto: Sven Lambert

Von Dagmar Trüpschuch

Diese Berliner Firmen achten darauf, dass ihre Mitarbeiter vielfältige Lebensläufe haben. Bewerber wissen deren Offenheit zu schätzen.

…..Für besonderes Engagement im Bereich Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ist das Reinigungsunternehmen von Aynur Boldaz-Özdemir, „Forever Clean“, im Jahr 2014 mit dem Inklusionspreis ausgezeichnet worden. Er wird vom Verein UnternehmensForum, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesagentur für Arbeit und der Charta der Vielfalt verliehen.

Von den 400 Menschen, die Aynur Boldaz-Özdemir in Deutschland und Niederlassungen in der Türkei und Österreich im Bereich Gebäudereinigung und Verwaltung beschäftigt, haben 48 Prozent eine Schwerbehinderung – körperlich, geistig oder psychisch.

„Ich wollte Leuten eine Chance geben, die auf dem Markt keine Chancen haben“, sagt die 47-Jährige, die im Alter von 18 Jahren aus der Türkei nach Deutschland kam und weiß, wie es ist, sich als türkische Frau ohne Ausbildung auf dem hiesigen Arbeitsmarkt behaupten zu müssen. Auch sie hat die Charta der Vielfalt unterschrieben, beschäftigt Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Behinderung und bezahlt alle gleich.

Diversity braucht Geduld und Schulungen

Zu ihren Kunden gehören Privathaushalte ebenso wie Unternehmen. Eine ihrer Mitarbeiterinnen ist Teksin Kaya. Die 40-Jährige ist Service-Managerin und Objektleiterin. Sie kontrolliert, ob die Teams sauber putzen, hilft bei der Einarbeitung des Reinigungspersonals und hält den Kontakt zu den Kunden. Sie schätzt die Zusammenarbeit mit den Kollegen, die ein Handicap haben. „Sie arbeiten gut“, sagt sie. Man brauche nur bei der Schulung mehr Geduld. Bestimmte Arbeitsabläufe müsse sie immer wieder zeigen, bis die Handgriffe sitzen.

„Letztendlich finden wir für jeden den richtigen Arbeitsplatz“, sagt Geschäftsführerin Aynur Boldaz-Özdemir. „Die gegenseitige Toleranz zu fördern ist jedoch sehr arbeitsintensiv.“ Dahinter stecken viele Mitarbeitergespräche und Schulungen. Ein eigens angestellter Psychologe kümmert sich um die besonderen Belange der Mitarbeiter.

Doch der Erfolg gibt der Unternehmerin recht. „Viele bewerben sich explizit bei uns, weil wir Vielfalt leben“, sagt sie. Die Fluktuation sei sehr gering, die Kunde seien zufrieden. „Wir sind ein normaler Dienstleister“, sagt sie. Mit Arbeitnehmern, die aus einer vielfältigen Gesellschaft kommen.

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